DFB-Kader EM-Quali: Löw nominiert Bellarabi gegen Polen und Irland

Mit Spannung war die Bekanntgabe des DFB-Kaders für die beiden anstehenden EM-Qualifikationsspiele in Warschau gegen Polen (Samstag, 11. Oktober, 20.45 Uhr live RTL) und in Gelsenkirchen gegen Irland (Dienstag, 14. Oktober, 20.45 Uhr live RTL) von Bundestrainer Joachim Löw erwartet worden. Und auch wenn mit den ganz großen Überraschungen nicht zu rechnen war, werden zwei Neulinge im DFB-Team Willkommen geheißen, wobei nur einer von ihnen ein wirklicher Debütant ist: Karim Bellarabi!

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Schon vor der Bekanntgabe des Kaders war klar gewesen, dass Bundestrainer Joachim Löw einige Spieler aus verletzungsbedingten Gründen nicht zur Verfügung stehen werden. So muss Löw neben Neu-Kapitän Bastian Schweinsteiger auch auf Sami Khedira, Marco Reus, Benedikt Höwedes und Mario Gomez verzichten. Damit war klar, dass Löw auch bei den EM-Quali Spielen gegen Polen und Irland fast zwangsläufig auf das WM-Gerüst setzen muss. Insgesamt 16 der 20 von Löw berufenen Spieler waren schon bei der erfolgreichen Weltmeisterschaft in Brasilien dabei. Auch die zuletzt fehlenden Mats Hummels und Shkodran Mustafi wurden wieder eingeladen. Zurück im Kreise der Nationalmannschaft ist auch wieder der Gladbacher Max Kruse, der die WM nur denkbar knapp verpasst hatte.

Schon Mitte September hatte Löw angemahnt, dass die Zeit nach der WM alles andere als ein Selbstläufer werden würde: „Die Monate bis zum Jahresende werden unglaublich schwer für uns. Wir müssen erst einmal wieder einen Schritt zurückgehen, uns stabilisieren und schauen, dass wir möglichst viele Spieler haben, die in einer körperlich guten Verfassung sind und sich nicht ständig mit Verletzungen rumschlagen.“

DFB-Team: Karim Bellarabi erstmals im A-Kader

Einziger „waschechter“ Neuling wird der Leverkusener Flügelspieler Karim Bellarabi sein, der nicht nur aufgrund des starken Interesses von anderen Nationalverbänden (Marokko und Ghana) in den Kader berufen sein dürfte, sondern viel mehr für seine starken Auftritte in der Bundesliga und Champions League im Trikot von Bayer 04 Leverkusen. Löw begründete seine Nominierung, dass er sich „durch hervorragende Leistungen in seinem Verein diese Chance verdient“ hätte. Auf die Stärken Bellarabis angesprochen antwortet der Weltmeister-Coach, dass Bellarabi „unglaublich stark im Eins-gegen-Eins“ und „eine hervorragende Alternative in unserer Offensive“ sei.

Premiere für Löw-Assistenten Schneider

Neben Bellarabi wird es noch einen weiteren Neuling im DFB-Kreis geben, wenngleich er schon einmal DFB-Luft schnuppern durfte. Die Rede ist vom neuen Löw Assistenten Thomas Schneider, der den Posten von Hansi Flick übernimmt, der wiederum seit dem 1. September als Sportdirektor für den DFB tätig ist. Neu ist für Schneider nur der Posten des Nationaltrainerassistenten, nicht aber die Umgebung des DFB. Unter der Leitung von Berti Vogts stand der 41-Jährige 1996 zweimal im Kader der Nationalmannschaft, kam allerdings nicht zum Einsatz.

DFB-Team: Fahrplan bis zu Qualispielen

Nach dem Wochenende, an dem die Nationalspieler noch für ihre Vereine im Einsatz sein werden, trifft sich die DFB-Auswahl am Montagabend in Frankfurt/Main, und wird am Dienstag ein erstes gemeinsames Training abhalten. Am Freitag fliegt das Team dann nach Warschau, wo es am Samstag dann zum Aufeinandertreffen mit Polen in der EM-Qualifikation kommen wird.

Die Polen dürfen in der deutschen EM-Qualifikationsgruppe als stärkster Gegner eingestuft werden und in Warschau darf mit einem schweren Match gerechnet werden. Nicht umsonst wird Joachim Löw nicht müde, seine Mannschaft zu warnen und mahnende Worte an sie zu richten. „Wir müssen uns bewusst sein, dass auch für den Weltmeister die EM-Qualifikation kein Selbstläufer ist.“

DFB-Team: Kader gegen Polen und Irland im Überblick

  • Tor: Manuel Neuer (Bayern München), Roman Weidenfeller (Borussia Dortmund), Ron-Robert Zieler (Hannover 96)
  • Abwehr: Jerome Boateng (Bayern München), Erik Durm (Borussia Dortmund), Matthias Ginter (Borussia Dortmund), Mats Hummels (Borussia Dortmund), Shkodran Mustafi (FC Valencia), Antonio Rüdiger (VfB Stuttgart), Sebastian Rudy (1899 Hoffenheim)
  • Mittelfeld: Karim Bellarabi (Bayer Leverkusen), Julian Draxler (FC Schalke 04), Christoph Kramer (Borussia Mönchengladbach), Toni Kroos (Real Madrid), Thomas Müller (Bayern München), Mesut Özil (FC Arsenal), Lukas Podolski (FC Arsenal), André Schürrle (FC Chelsea)
  • Angriff: Mario Götze (Bayern München), Max Kruse (Borussia Mönchengladbach)

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