Deutschland Länderspiele: Löw hat Probleme bei Kaderplanung

Am Dienstag wird Bundestrainer Joachim Löw das 23-köpfige Aufgebot für die beiden Länderspiele im Juni für das Testspiel gegen die USA (10. Juni, 20.45 Uhr) in Köln und das EM-Qualifikationsspiel gegen Gibraltar (13. Juni, 20.45 Uhr) in Faro bekanntgeben. Spannende Frage: Welche Spieler wird Löw berufen? Zumal viele WM-Fahrer einen langen Urlaub erbitten. Und auch bei der U21 kann sich der Bundestrainer nur eingeschränkt bedienen, da diese die Europameisterschaft in Tschechien bestreitet.

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Gerade bei den DFB-Stammspielern wird sich die Vorfreude auf die beiden Länderspiele im Juni in Grenzen halten. „Auch Nationalspieler gehen in Urlaub“, ließ etwa Thomas Müller bei der Meisterfeier des FC Bayern wissen, während Teamkollege Jerome Boateng den Bundestrainer bat, den Bayern-Spieler nach der langen und kräftezehrenden WM-Saison einen möglichst langen Sommerurlaub zu gönnen.

Aus dem Urlaub zu Länderspielen

Denn die Bayern-Spieler sind beispielsweise schon jetzt im Urlaubsmodus und müssten für die beiden Spiele ihre wohlverdienten Ferien unterbrechen. Aber den einen oder anderen Stammspieler der DFB-Auswahl wird es „erwischen“ und es wird zu einer abrupten Unterbrechung des Urlaubs kommen, wenn Löw die Nationalspieler am 8. Juni um sich scharrt. Während die DFB-Kicker vom FC Bayern zu diesem Zeitpunkt schon über zwei Wochen Urlaub hatten, haben die Nationalspieler von Borussia Dortmund und VfL Wolfsburg, die am 30. Juni das DFB-Pokalfinale bestreiten, sowie Mesut Özil von Arsenal London auch schon seit acht Tagen frei. Bliebt fraglich, woher die Spieler Spannung und auch Motivation für die Länderspiele nehmen sollen. Zumal das Spiel gegen die USA nur ein Test-Kick ist, während es gegen Gibraltar immerhin um wichtige Punkte in der EM-Qualifikation geht. Doch gegen den Fußball-Nobody sollte eigentlich auch eine C-Truppe reichen.

Rummenigge: Pause zwingend notwendig

„Ideal ist dieser Termin nicht“, sagte Löw deshalb auch bei dfb.de, „aber wir sind immer gut damit gefahren, nicht zu lamentieren.“ Zumal die Nationalspieler „Vorbilder in Sachen Professionalität und Einstellung“ und „erfahren genug“ sind, um zu wissen, wie sie sich im Urlaub zu verhalten haben. Die Spieler bekommen vom DFB individuelle Trainingsprogramme, aber natürlich kennt der Bundestrainer auch die Mahnungen von den Vereinen, wonach die Belastungsgrenze für die Top-Spieler schon lange überschritten ist.

Auch gerade mit Hinblick auf die nächsten Sommer, in den erst die EM 2016, dann der Confed Cup 2017 und dann die WM 2018 ansteht, hält Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge eine Pause für zwingend notwendig. Und zwar nicht nur für die Stars vom FC Bayern.

U 21-EM macht Löws Kaderpläüne schwieriger

Für die Länderspiele gegen die USA und Gibraltar hätte sich Löw eigentlich beim DFB-Nachwuchs der U21 bedienen können, doch diese befindet sich zu dieser Zeit gerade in der finalen Vorbereitung auf die U21-EM in Tschechien (17. bis 30. Juni. DFB EM-Kader U21). Das macht die Kaderplanung von Löw zusätzlich komplizierter. Denn Löw will U21-Trainer Horst Hrubesch nicht die wichtigsten Spieler wegnehmen, so dass die jungen A-Spieler wie die beiden Torhüter Bernd Leno (VfB Stuttgart) und Marc-Andre ter Stegen (FC Barcelona) sowie Stürmer Kevin Volland (1899 Hoffenheim) oder auch Matthias Ginter (Borussia Dortmund) und Leon Goretzka (FC Schalke) bei der EM wichtige Erfahrungen sammeln können.

Zugleich betont Löw, dass es für die Entwicklung des einen oder anderen Spielers besser sei, „jetzt im Kreis der A-Mannschaft dabei zu sein“.

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