Deutschland – Polen Vorschau: Aufstellung, Bilanz & live im TV

Deutschland gegen Polen lautet am Samstag das Duell in der EM-Qualifikationsrunde in Warschau. Gleich im ersten Auswärtsspiel geht es für den frischgebackenen Weltmeister somit gegen den vermeintlich stärksten Gegner in der Gruppe D. Mit einem Sieg könnte sich das deutsche Team von Bundestrainer Joachim Löw gleich zu Beginn der EM-Qualifikation ein kleines Polster erspielen. Dennoch geht man nicht ganz sorgenfrei in die „Schlüsselspiele“ gegen Polen und am Dienstag gegen Irland (beide Spiele jeweils live ab 20.45 Uhr auf RTL). In der Abwehr kehrt der zuletzt etwas schwächelnde Mats Hummels zurück, während in der Offensive einige Spieler noch ihre Form suchen. Zudem sind Mesut Özil und Andre Schürrle angeschlagen.

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Seitdem sich die deutsche Nationalmannschaft am Montag in Frankfurt am Main zur Vorbereitung auf die kommenden zwei EM-Qualifikationsspiele getroffen hatte, sah man desöfteren Bundestrainer Joachim Löw mit ernster Mine. Und dies ist ihm nicht zu verdenken, denn seine Mannschaft zeigt ihm vor den möglichen „Schlüsselspielen“ in der Gruppe D, so nannte der neue Assistenztrainer Thomas Schneider die anstehende Spielen gegen Polen und Irland, so einige Baustellen auf.

Tabelle Gruppe D

 TeamSpieleGUVToreDiff.Punkte
1Deutschland Deutschland1071224:09:001522
2Polen Polen1063133:10:002321
3Irland Irland1053219:071218
4Schottland Schottland1053221:111015
5Georgien Georgien1030709:14-59
6Gibraltar Gibraltar10001002:56-540

Deutschland gegen Polen: DFB-Team weiter mit Personalsorgen

Zum einen herrscht im deutschen Team eine angespannt Personalsituation, zum anderen sind besonders im offensiven Bereich nicht alle Spieler in Topform. Neben den verletzten Bastian Schweinsteiger, Sami Khedira, Benedikt Höwedes, Marco Reus und Mario Gomez, meldete sich auch noch Julian Draxler aufgrund eines grippalen Infekts für das Spiel gegen Polen ab. Wie es aus DFB-Kreisen heißt, soll er jedoch in den nächsten Tagen wieder zum Team dazustoßen und zumindest für das Spiel gegen Irland einsatzbereit sein. Auch Mesut Özil und Andre Schürrle mussten sowohl beim ersten Mannschaftstraining am Dienstagnachmittag als auch am Mittwochvormittag etwas kürzer treten.

Daher ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass Löw nicht müde wird, seine Mannschaft vor dem starken polnischen Team um Torjäger Robert Lewandowski zu warnen. Auch Teammanager Olivier Bierhoff verließ bei der Pressekonferenz den Journalisten immer wieder die gleichen mahnenden Worte, „dass es jetzt für uns anstrengend wird. Jeder jagt uns, jeder ist heiß – und Polen ist ein ganz unangenehmer Gegner. Das wird eine ganz hitzige Atmosphäre sein, auch mit Spielern, die gegen uns motiviert sind.“

Aber auch für Bierhoff ist die angespannte Personalsituation kein Grund die Flinte ins Korn zu werfen, denn immerhin ist man der Weltmeister und hat „die Qualität und den Anspruch, in der Qualifikation weiter voran zu marschieren“. Trotzdem hat man das Trainer- und Betreuerteam schon lange Zeit nicht mehr so warnend erlebt wie in den jetzigen Tagen.

Mit zwei Siegen einen großer Schritt zur EM 2016

Aber es ist durchaus verständlich warum die Verantwortlich sich so defensiv geben. Immerhin trifft die DFB-Elf mit Polen und Irland auf die zwei härtesten Mitstreiter um Platz eins in der Gruppe D, und mit zwei Siegen könnte man sich schon ein kleines Stück von den Konkurrenten entfernen. Aber auch wenn die kommenden Gegner in der FIFA-Weltrangliste nur auf den Plätzen 70 (Polen) und 62 (Irland) geführt werden, wird es alles andere als ein Spaziergang werden, da es bei der Aufstellung der deutschen Elf so einige Fragen gibt.

DFB-Team: Rudy und Durm als Außenverteidiger?

Auf beiden Außenbahnen in der Abwehr im deutschen Team gibt es erhebliche Besetzungsprobleme. Philipp Lahm trat bekanntermaßen aus der Nationalmannschaft zurück, Weltmeister Benedikt Höwedes fällt verletzt aus und der Dortmunder Kevin Großkreutz wurde aufgrund seiner schwachen Leistungen in der Bundesliga erst gar nicht in den Kader berufen. So wird sehr wahrscheinlich auf rechts, wie schon gegen Schottland, Sebastian Rudy von der TSG 1899 Hoffenheim seine Chance bekommen, der offensiv gute Ansätze zeigte, aber in den Defensive schwächen offenbarte. Auf der linken Seite scheint Erik Durm erste Wahl zu sein, obwohl er sich – zumindest was die Leistung in der Bundesliga betrifft – wie alle Spieler des BVB in einem Stimmungstief befindet.

Stabilisiert Hummels die Abwehr?

In der Abwehr wird aller Voraussicht nach Mats Hummels als Innenverteidiger zurückkehren. Doch auch der Leistungsträger bei der WM hat nach einer langen Pause noch längst nicht sein Top-Niveau erreicht. Die mangelnde Spielpraxis ist Hummels noch deutlich anzumerken. Gute Stimmung verbreiten dagegen die Spieler des FC Bayern München, die sowohl in der Bundesliga als auch in der Champions League die Tabelle anführen. Klar ist auch, dass wieder Torwart Manuel Neuer den verletzten Kapitän Bastian Schweinsteiger vertreten wird, der vermutlich besonders gegen die Polen des öfteren im Mittelpunkt stehen dürfte. „Die Polen haben eine ganz gute Truppe, wir werden da sicher unsere Probleme kriegen. Das wird kein Spaziergang, da brauchen wir einen Manuel Neuer in guter Form“, nimmt Neuers Teamkollege Thomas Müller den DFB-Keeper schon Mal in die Pflicht.

Deutschland – Polen: Müller, Kroos und Götze als Hoffnungsträger

Aber auch in der Offensive sucht der Bundestrainer noch die optimale Lösung. Große Hoffnungen ruhen auf den gegen Schottland zweifachen Torschützen Thomas Müller, aber auch der Gladbacher Rückkehrer Max Kruse oder der DFB-Neuling Karim Bellarabi von Bayer Leverkusen dürfen sich berechtigte Hoffnungen auf einen Einsatz von Beginn an machen. Denn im Gegensatz zu den England-Legionären Lukas Podolski und Mesu Özil befinden sich Kruse und Bellarabi in einer guten Verfassung und spielen derzeit groß auf. Doch Löw ist dafür bekannt seine Spieler nicht so schnell fallen zu lassen und so dürfte ein Einsatz von Özil fast beschlossen sein.

Fest steht indes, dass Toni Kroos angesichts der vielen Ausfälle zentraler Mittelfeldspieler eine tragende Rolle in den Qualispielen gegen Polen und Irland einnehmen wird. Gegen Polen wird hingegen wohl wieder Mario Götze, mit 4 Toren derzeit bester Torjäger des FC Bayern, als einzige Spitze auflaufen.

Doch auch wenn die Situation besser sein könnte, so gab der erkrankte Draxler der Mannschaft die passende Worte mit auf den Weg: „Polen ist keine leichte Aufgabe, aber wir sind Weltmeister! Die Jungs kriegen das hin.“

Wer sind die Stars bei Polen?

Der größte Star im Team der Polen ist selbstredend Robert Lewandowski, der mit breiter Brust ins Duell gegen den Weltmeister geht und erklärte, dass seine Mannschaft „keine Angst vor Deutschland“ hat. Zudem steht im Kasten der Rot-Weißen mit Wojciech Szcesny ein Keeper mit Weltklasse-Format.

Deutschland gegen Polen: Die Bilanz – noch keine DFB-Pleite

Bisher standen sich Deutschland und Polen 18 Mal gegenüber, wobei es zwölf Siege für die DFB-Auswahl gab, während Polen noch nie gegen den deutschen Nachbarn gewinnen konnte. Sechs Spiele endeten Unentschieden, wie auch das letzte Aufeinandertreffen am 13. Mai in Hamburg im Rahmen der WM-Vorbereitung (0:0). Dort mussten aber beide Trainer auf etliche Stammspieler verzichten.

Deutschland Polen live im TV & Livestream

Noch etwas Ungewöhnlich, aber RTL hat sich die Rechte an den Qualifikationsspielen der deutschen Nationalmannschaft für die EM 2016 in Frankreich und die WM 2018 in Russland gesichert, so dass Deutschland Polen live auf RTL zu sehen sein wird. Der Privatsender wird am Samstag ab 20.00 Uhr mit der Vorberichterstattung beginnen, wobei Moderator Florian König und Experte Jens Lehmann die Zuschauer aus dem Stadion in Warschau begrüßen. Anstoß ist um 20.45 Uhr. Kommentiert wird das Spiel Polen gegen Deutschland von Marco Hagemann.

Wer einen Deutschland Polen Livestream benötigt, weil das Qualifikationsspiel unterwegs im Internet verfolgt werden muss, findet bei RTL.de sowie beim Streaming-Dienst Magine TV einen entsprechenden Livestream. Zudem kann man das Spiel mittels der App „RTL now“ auf Smartphone oder Tablet empfangen, wobei die App aber kostenpflichtig ist.

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