EM-Quali am Freitag: Spanien unter Druck – England vor Vorentscheidung

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Am Freitag (27. März) geht es mit der Qualifikation zur EM 2016 wieder weiter. Zum Auftakt des 5. Spieltages sind die Gruppen C, E und G im Einsatz, wobei Titelverteidiger Spanien schon unter Zugzwang steht und sich gegen die Ukraine keinen Patzer erlauben sollte. Sollte England dagegen seine Siegesserie in der Quali weiter ausbauen, können die EM-Planungen intensiviert werden. Hier spielt auch der Name Harry Kane eine interessante Rolle. Auch für Österreich, die vor einem Pflichtsieg stehen, sieht es gut aus, während sich die Gruppenkonkurrenten Russland und Schweden weiter streiten.

Gruppe C: Spanien im Spitzenspiel gegen Ukraine unter Druck

In der Gruppe C könnte im Rennen um die EM-Tickets 2016 eine Vorentscheidung fallen. Angeführt wird die Tabelle überraschend von Slowakei, die nach vier Spielen die maximale Punktausbeute von zwölf haben und am Freitag vor heimischer Kulisse Schlusslicht Luxemburg empfangen. Alles andere als ein Sieg der Slowaken wäre eine faustdicke Überraschung.

Deutlich spannender ist da die Ausgangslage vor der Partie zwischen dem Gruppenzweiten Spanien und -dritten Ukraine, die beide neun Punkte auf dem Konto haben. Da sich die beiden Gruppenersten am Ende der Qualifikation direkt für die EURO 2016 qualifizieren und der Dritte in die Playoffs muss, könnte es am Freitagabend im Estadio Ramon Sanchez Pizjuan in Sevilla zu einer Vorentscheidung kommen. Vom Papier scheint die Ukraine der stärkste Gegner für Spanien zu sein, dennoch sind die Iberer klarer Favorit. Man darf aber gespannt sein, ob es der Elf von Trainer Vicente del Bosque auch ohne den verletzten Diego Costa gelingen wird, das zu erwartenden Abwehrbollwerk der Osteuropäer zu knacken. „Das wird eine enge Gruppe, die Ukraine müssen wir daher wirklich schlagen“, nahm del Bosque seine Spieler in die Pflicht. „Unser Ziel ist, wie immer, die Gruppe als Sieger zu beenden. Dieses Match müssen wir daher gewinnen.“

Im dritten Gruppenspiel stehen sich Mazedonien (3) und Weißrussland (1) gegenüber, die kaum noch Chancen auf die vorderste Plätze haben.

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Gruppe E: England will die Vorentscheidung – Spannung um 2. Platz

England marschiert in der Gruppe E souverän vorneweg. Nach vier Spielen stehen vier Siege zu Buche und die Three Lions könnten mit einem Heimerfolg gegen Litauen (6) mit den Planungen für die EM 2016 beginnen. Auf der Insel ist dabei vor allem Angreifer Harry Kane in aller Munde, der vor seinem Länderspieldebüt steht. Der 21-jährige Torjäger von den Tottenham Hotspurs schaffte in dieser Saison den Durchbruch und hat wettbewerbsübergreifend bereits 29 Tore erzielt. In der Premier League führt Kane die Torjägerliste mit 19 Treffern an. „Er hat alles, was man sich von einem Mittelstürmer wünschen kann. Das ganze Land freut sich über Harry. Es wäre eher eine Überraschung gewesen, wenn ich ihn nicht nominiert hätte“, erklärte Englands Coach Roy Hodgson. Auch wenn die Engländer u.a. auf Daniel Sturridge, Adam Lallana oder Luke Shaw verzichten müssen, wird man sich kaum von Litauen aufhalten lassen.

Spannender ist dagegen der Kampf um Platz 2, den aktuell die Schweiz (6) belegt. Die Eidgenossen könnten mit einem Erfolg gegen den Vorletzten aus Estland (4) einen großen Schritt Richtung Frankreich machen. Aber auch das punktgleiche Slowenien (6), die es zu Hause mit dem Fußballzwerg San Marino zu tun bekommen, dürfen sich berechtigte Hoffnungen machen und lauern auf einen Ausrutscher der Schweizer.

Gruppe G: Österreich vor Pflichtsieg – Russland muss zittern

Österreich (10) hat als Spitzenreiter alle Trümpfe selbst in der Hand und will die gute Ausgangsposition verteidigen. Das dürfte zumindest gegen Liechtenstein kein allzu großes Problem werden. Doch die Alpenrepublik, die mit sieben Bundesliga-Profis um Bayern-Star David Alaba in der klaren Favoritenrolle ist, nimmt den krassen Underdog nicht auf die leichte Schulter.

Hinter Österreich liefern sich Schweden (6), die beim Gruppenletzten Moldawien (1) antreten, und Russland (5) ein heißes Duell. Doch die Russen, die ebenfalls in der Fremde antreten, haben mit dem punktgleichen Montenegro ein wesentlich dickeres Brett als Schweden zu bohren.

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