EM-Qualifikation: Schützenfest für Oranje – Pflichtsiege für Spanien & Polen

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Der 4. Spieltag der EM-Qualifikation ist Geschichte. Um dem Überblick im Kampf um die Tickets zur EM 2016 in Frankreich zu behalten, haben wir die Ereignisse des vergangenen Spieltages zusammengetragen und verraten euch, wie sich die Konstellationen in den jeweiligen Gruppen verändert haben. Beginnen wollen wir mit den Gruppe A bis D.

Beim Spiel der Niederlande gegen Lettland stand der Job von Bondscoach Guus Hiddink auf dem Spiel, der bei keinem Sieg seinen Hut genommen hätte. Doch soweit kam es nicht, denn dank eines souveränen 6:0-Erfolgs gegen Lettland, bei dem Bayern-Star Arjen Robben groß auftrumpfte, bleibt Hiddink weiterhin im Amt. In der in der Gruppe B trennten sich Belgien und Wales unentschieden, während es für Spanien (Gruppe C) einen erwarteten Pflichtsieg gegen Weißrussland gab. Auch die deutsche Elf fuhr in der Gruppe D drei Punkte ein, wobei sich der Weltmeister gegen den krassen Außenseiter Gibraltar allerdings nicht gerade mit Ruhm bekleckerte.

Gruppe A: Niederlande mit Pflichtsieg – Tschechien schlägt Island

Mit der Ankündigung seines Rücktritts bei keinem Sieg gegen Lettland, hatte der Trainer der Niederlande Guus Hiddink sein Team gehörig unter Druck gesetzt. Der Rücktrittsgedanke war durchaus nachvollziehbar, startete der WM-Dritte doch mit einem Sieg und zwei Pleiten in die Qualifikation. Doch mit einem klaren 6:0-Sieg meldete sich Oranje im Kampf um ein EM-Ticket zurück und sicherte vorerst Hiddinks Job. Bereits in der sechsten Minute erzielte Robin van Persie die frühe Führung und gab der Elftal Sicherheit. Noch vor der Halbzeit traf Bayerns überragender Arjen Robben (35.) und Schalkes Torjäger Klaas-Jan Huntelaar (42.) zur 3:0-Halbzeitführung. Auch nach dem Wechsel ging das muntere Scheibenschießen weiter, wobei Jeffrey Bruma (77.), sowie Robben (82.) und Huntelaar (89.) mit ihrem jeweils zweiten Treffer das Ergebnis auf 6:0 in die Höhe schraubten.

Tschechien konnte dagegen das bis dato führende Island knapp mit 2:1 bezwingen und führt die Gruppe nun mit vier Siegen aus vier Spielen souverän an. Die Niederlande (6 Punkte) ist hinter Island (9) Dritter und hat weiterhin sechs Zähler Rückstand auf Tschechien. Auch die stark kriselnden Türken (4) konnten endlich wieder einen Erfolg feiern und schob sich durch das 3:1 gegen Kasachstan, der erste Sieg in der Qualifikation, auf Rang vier der Tabelle und empfängt im März die Niederlande zum Verfolgerduell. Während Island in Kasachstan gefordert wird, hat Tschechien gegen Lettland den Heimvorteil auf seine Seite. Die Gruppe A ist weiterhin spannend und ausgeglichen.

Gruppe B: Nullnummer im Spitzenspiel – Israel übernimmt Führung

In Brüssel gelang es Favorit Belgien nicht den walisischen Abwehrriegel zu knacken, so dass man sich am Ende 0:0 trennte. Damit haben die Roten Teufel wichtige Qualifikationspunkte verschenkt. Belgien um den Wolfsburger Offensivstar Kevin de Bruyne fand gegen die tief stehenden Waliser kein Mittel, um zum Torerfolg zu kommen, und bleibt damit weiterhin drei Punkte hinter Wales zurück. Neuer Tabellenführer ist nun Israel (9), die mit dem 3:0-Sieg über Bosnien-Herzegowina (2) den dritten Erfolg im dritten Qualifikationsspiel feiern konnten und noch das Spitzenspiel gegen Belgien in der Hinterhand haben. Während Belgien (5) im nächsten EM-Qualifikationsspiel Zypern (6) empfängt, kommt es in Israel zum Spitzenspiel gegen den Tabellenzweiten aus Wales (8). Der Gewinner des Duells würde einen großen Schritt Richtung EM-Teilnahme machen.

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Gruppe C: Slowakei und Spanien auf EM-Kurs

Tabellenführer Slowakei und Verfolger Spanien gaben sich in der Gruppe C keine Blöße und gewannen souverän ihre Spiele. Die Slowakei (12) holte durch zwei Tore in der ersten Halbzeit den vierten Sieg in Folge und drei wichtige Punkte in Mazedonien und konnten dadurch den drei Punkteabstand zu Spanien (9) beibehalten. Auch dem amtierenden Europameister gelangen zwei Treffer in der ersten Halbzeit, die dann aber gegen das harmlose Weißrussland in Durchgang noch einen weiteren Treffer nachlegten. Schon in der 18. Minute jagte Isco aus 18 Metern den Ball in den linken Giebel, der damit den Titelverteidiger auf die Siegerstraße bracht. Nur eine Minute später erhöhte Sergio Busquets auf 2:0 und entschied damit quasi die Partie. Auch in der zweiten Hälfte gab es keine Zweifel am Sieg der Spanier und Perdro erzielte in der 55. Minute der Endstand zum 3:0. Spanien tat nicht mehr als nötig und dürfte beim nächsten Spiel gegen die Ukraine (9), die in Luxemburg ebenfalls 3:0 gewann, mehr gefordert werden. Die Slowakei dürfte gegen den Letzten aus Luxemburg keinerlei Probleme haben.

Gruppe D: Pflichtsiege für DFB-Team und Polen – Schottland bezwingt Irland

Beim 4:0-Sieg gegen den Fußballzwerg Gibraltar bekleckerte sich Weltmeister Deutschland wahrlich nicht mit Ruhm. Mit sehr behäbigem, langsamen und teils ideenlosem Spiel war selbst gegen EM-Neuling Gibraltar nicht viel zu holen. Auch Bundestrainer Joachim Löw war von dem Auftritt seiner Mannschaft keineswegs angetan: „Die Mannschaft hat die Forderungen nicht in dem Maße erfüllt, wie ich mir das gewünscht habe. Wir wollten auftreten wie ein Weltmeister, da sind vier Tore viel zu wenig. Irgendwie standen die meist mit zehn Mann um den eigenen Strafraum. Da muss man auf engstem Raum richtig Tempo machen. Das ist uns nicht gelungen.“ So erzielten für die DFB-Elf zweimal Thomas Müller und Mario Götze vor der Halbzeit die Treffer zum 3:0, bevor ein Eigentor von Gibraltar im zweiten Durchgang den Endstand markierte. Deutschland ist nun Gruppendritter.

Spitzenreiter in der Gruppe D bleibt weiterhin Polen (10), die sich in Georgien lange Zeit zwar schwer taten, am Ende aber dennoch klar mit 4:0 siegten. Durch das 1:0 von Schottland gegen Irland weisen nun beide Teams zusammen mit Deutschland sieben Punkte auf und liegen gleichauf drei Zählen hinter den Polen. Georgien (3) empfängt am nächsten Spieltag Deutschland und in Irland fordern die Boys in Green Polen zum Spitzenspiel.

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