Korb und Jantschke: Zwei neue Abwehr-Kandidaten fürs DFB-Team

Bundestrainer Joachim Löw ist auf der Suche nach weiteren Außenverteidiger-Kandidaten auf einen Youngster von Borussia Mönchengladbach gestoßen: Julian Korb! Aber auch dessen Teamkollege Tony Jantschke hat sich offenbar wieder auf den Löw-Radar gespielt. Ein anderer vermeintlicher Kandidat hat hingegen die Hoffnung auf eine Comeback in der deutschen Nationalmannschaft ad acta gelegt.

jogi-loew Nicht erst seit dem Rücktritt von Kapitän und Weltmeister Philipp Lahm weiß ganz Fußballdeutschland, dass die DFB-Elf auf den Außenverteidigerpositionen Probleme hat. In der Nachbetrachtung ist es auch nicht verwunderlich, dass fast während der gesamten WM vier gelernte Innenverteidiger in Deutschlands Viererkette aufliefen und Lahm der einzige Außenverteidiger mit Weltklasseformat erst im Finale gegen Argentinien wieder auf dieser Position mit Erfolg glänzte. Nun scheint sich ein neuer möglicher Kandidat ins Blickfeld des Bundestrainers gespielt zu haben. Doch für Gonzalo Castro, der nie ganz aus dem Blickfeld geraten ist, reichte es für eine erneute Berufung in die Nationalelf nicht. Und nun glaubt auch Allrounder von Bayer Leverkusen nicht mehr an eine Rückkehr ins Team des Weltmeisters.

Julian Korb als neuer Außenverteidiger im DFB-Team?

Seit dem Rücktritt von Philipp Lahm aus der deutschen Nationalmannschaft, hat Bundestrainer Joachim Löw in der wenigen Zeit die ihm verblieb, schon einige Kandidaten auf den vakanten Außenverteidigerpositionen getestet. Doch weder Kevin Großkreuz, Sebastian Rudy, Erik Durm noch Antonio Rüdiger konnten vollends auf den Außenbahnen überzeugen. Geht es nach neuesten Medienberichten dann könnte nun die Stunde des Gladbacher Youngster Julian Korb schlagen und eine Chance in der A-Nationalmannschaft erhalten.

„Ich habe noch einige andere Spieler im Kopf, die diese Rolle gut ausfüllen können“, erklärte Bundestrainer Löw der „Bild“. Und wie es heißt, soll Korb einer dieser Spieler sein. Der große Vorteil des 22-jährigen Gladbacher gegenüber seinen Konkurrenten ist, dass er sowohl in der U21 als auch im Verein als rechter Außenverteidiger zum Einsatz kommt. Rüdiger beispielsweise spielt beim VfB Stuttgart meist auf der Position des Innenverteidigers. Doch der Gladbacher Korb sieht den Spekulationen gelassen entgegen. „Darüber mache ich mir überhaupt keine Gedanken.“ Allerdings betont der U21-Nationalspieler auch: „Natürlich wird nach dem Rücktritt von Philipp Lahm viel spekuliert. Aber das kann ich nicht beeinflussen. Ich versuche nur meine Arbeit auf dem Rasen so gut wie möglich zu machen. Aber klar ist auch, dass jeder Profi von der Nationalmannschaft träumt.“

Auch Jantschke auf dem Sprung zu Löw?

Auch Korb-Teamkollege Tony Jantschke warnte jüngst davor die Leistungen der Außenverteidiger in Deutschland immer an denen des Weltmeister Lahm zu messen. „Man bekommt das Gefühl, dass es die Außenverteidiger sowieso niemandem recht machen können. Das Problem ist, dass wir jahrelang Philipp Lahm haben spielen sehen. Er verkörpert seit zehn Jahren Topniveau, ein Wahnsinn, sensationell. Durch ihn wurde allerdings die Messlatte so hoch gelegt, dass wir nur noch die neuen Lahms suchen. Aber wie soll das gehen?“, fragte der Gladbacher Innenverteidiger.

Auch der 24-Jährige spielte einst auf der rechten Außenbahn, wird aber mittlerweile von Vereinstrainer Lucien Favre meist als Innenverteidiger aufgeboten. Dabei hat sich Jantschke mittlerweile mit seinen konstant guten Leistungen ins Blickfeld der DFB-Auswahl gespielt. Im Gegensatz zu vielen Experten sieht er allerdings kein so großes Problem auf den Außenbahnen: „Wir haben Substanz auf der Außenverteidigerposition und sind international konkurrenzfähig. Wir dürfen in Deutschland nicht immer nur in den extremen Weltklasse und Kreisklasse denken.“

Castro glaubt nicht mehr an DFB Comeback

Der Gonzalo Castro war auch einst ein Kandidat für die Außenbahn im DFB-Dress gewesen. Doch der vielseitig einsetzbare Leverkusener hat seine Nationalmannschaftskarriere nach nur fünf Einsätzen abgehakt. Seit Ende 2007 wurde Castro nicht mehr für die A-Auswahl nominiert und distanzierte sich nun auch öffentlich vom DFB-Team. „Ich bin raus aus dem Thema. Der Bundestrainer hat genug Spieler. Ich würde mich natürlich über eine Einladung freuen. Aber nicht als Außenverteidiger, nur weil es so wenige gibt“, sagte der 27-Jährige gegenüber dem „kicker“. „Die Zeiten sind vorbei. Das Thema ist erledigt.“ Nun möchte sich Castro weiterhin voll und ganz auf seinen Verein konzentrieren, wo er seit Jahren zu den Leistungsträgern zählt.

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