Deutschland Irland 1:1 – Pressestimmen international & national

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Mit dem unglücklichen 1:1 gegen Irland in der EM-Qualifikation legt Deutschland den schlechtesten Quali-Start aller Zeiten hin. Nach drei Spieltagen nur einen Sieg und ein Remis auf dem Konto gab es noch nie. Und das ausgerechnet als frischgebackener Weltmeister. Entsprechend kritisch geht die nationale und internationale Presse mit der DFB-Elf um. Wir präsentieren euch eine Übersicht der Deutschland Irland Pressestimmen 2014!

Während Irland sich freut, „Weltmeister Deutschland betäubt“ zu haben, gibt es aus Frankreich („Weit entfernt von ihrem brasilianischen Niveau“) und England („Deutschlands Krone rutscht runter“) ausreichend Hohn und Spott. In Spanien hat man hingegen fast ein bisschen Mitleid mit der DFB-Elf: „Deutschland leidet ohne Schweinsteiger, Özil und Khedira“ oder „Erneuter Stich ins deutsche Weltmeister-Herz“ ist dort zu lesen.

Deutschland Irland 1:1 – internationale Pressestimmen

Irland

  • Irish Independent: „John O‘ Shea, der Held. Irland betäubt den Weltmeister Deutschland.“
  • Irish Times: „Ein atemberaubender, dramatischer und intensiver 1:1-Sieg für Irland.“

England

  • Telegraph: „Deutschlands Krone rutscht runter nach dem WM-Sieg. Irland hat ihr noch einen weiteren Schubser gegeben mit einem großartigen Unentschieden.“
  • Daily Mirror: „Veteran O’Shea entführt einen Punkt in seinem 100. Länderspiel.“
  • Daily Mail: „John O’Shea trifft in einer dramatischen Nachspielzeit in seinem 100. Länderspiel und schockt den Weltmeister.“

Spanien

  • AS: „Kroos reicht nicht, um starke Iren zu schlagen. Die Deutsche wollten sich für die Niederlage gegen Polen revanchieren, doch O’Shea sorgte für eine schwarze Woche für Deutschland. Deutschland braucht einen beruhigenden Sieg. Es soll die Zweifel ausräumen, die der Weltmeister erzeugt hat. Aber Löws Spieler trafen auf ein eisernes Irland, das verhinderte, dass es so kommt. Die Deutschen leiden ohne drei wesentliche Spieler wie Schweinsteiger, Özil und Khedira. Ohne Zweifel waren die Ungenauigkeiten von Götze, Bellarabi und Draxler konstant. Entweder spielten sie den Pass im falschen Moment oder verloren den Ball in der dichten irischen Defensive.”
  • Marca: „Erneuter Stich ins deutsche Weltmeister-Herz: Ein Toni Kroos reicht nicht, um Deutschland zum Sieg zu führen.“

Frankreich

  • L’Equipe: „Hangover für Deutschland: Der Weltmeister kommt nicht voran. Wie schon in Warschau zeigten Löws Spieler eine erstaunliche Hilflosigkeit. Weit von ihrem brasilianischen Niveau entfernt, wo sie bissig und inspiriert waren.“

Italien

  • Tuttosport: „Deutschland hat sich verlaufen. Es gewinnt und überzeugt nicht mehr. Dieses Unentschieden wird für eine Menge Polemik in Deutschland sorgen, weil die Probleme beim Generations- und Taktikwechsel deutlich werden, die Deutschland gerade hat. Der Weg zur EM 2016 ist noch nicht dramatisch, aber sicherlich auch nicht beruhigend.“
  • Gazzetta dello Sport: „Deutschland steht nach dem K.o. in Polen nicht wieder auf. Das ist für Löw eine Alarmglocke, die er nicht unterschätzen soll.“
  • La Gazzetta dello Sport: „Die Krise der Deutschen geht weiter: Das Tor von Kroos reicht nicht zum Sieg gegen Irland.“

Portugal

  • A Bola: „Deutschland rutscht erneut aus. Die Weltmeister können ihre Führung gegen Irland nicht verwalten.“

Schweiz

  • Neue Zürcher Zeitung: „Weiterer Rückschlag für den Weltmeister: Bis zur 94. Minute führt der Weltmeister gegen Irland 1:0, muss aber in der Nachspielzeit den Ausgleich durch John O’Shea hinnehmen“

Deutschland Irland 1:1 – nationale Pressestimmen

Neben den internationalen Pressestimmen zum EM-Qualifikationsspiel Deutschland Irland haben wir uns natürlich auch im nationalen Blätterwald umgeschaut. Doch lest am besten selbst, was die Kollegen über den Auftritt der deutschen Elf gegen die Boys in Green zu schreiben haben.

  • Welt: „Der Weltmeister darf sich nicht selbst belügen. Das 1:1 gegen Irland mag keine absolute Pleite sein, doch ohne Stammkräfte wird die Qualifikation schwierig. Einige Spieler investierten beunruhigend wenig. Nur Jerome Boateng hat eine richtige Idee.“
  • Spiegel online: „Ein Königreich für eine Idee. Selten hat ein Spiel der deutschen Nationalmannschaft so wenig Spaß gemacht – auch ihr selbst nicht. Gegen destruktive Iren fehlen Ideen, auch flehende Blicke von Lukas Podolski bringen nichts. Die Laune verdirbt ein spätes Gegentor.“
  • Sky.de: „Der Glanz des Weltmeisters verblasst. Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat in der Qualifikation zur EM 2016 in Frankreich erneut nicht überzeugt und den nächsten Rückschlag kassiert.“
  • Sport Bild: „Nichts mit Wiedergutmachung, der Weltmeister steckt in der Klemme. Drei Monate nach dem großen Triumph von Rio hat die junge Ersatz-Nationalmannschaft von Joachim Löw auch gegen Irland nicht gewonnen. Mit dem 1:1 (0:0) vor 51.204 enttäuschten Fans auf Schalke kassierte das DFB-Team auf dem Weg zur Europameisterschaft 2016 in Frankreich einen weiteren ungewollten Rückschlag.“
  • Bild.de: „Jogi, ihr macht uns Ir(r)e. Sie haben jetzt vier Sterne auf der Brust – aber sie spielen keinen Vier-Sterne-Fußball mehr!“
  • Süddeutsche Zeitung: „Es herrschen schwierige Zeiten im Fußballweltmeisterland. Und so ist zunächst auch nur sicher und beruhigend, dass es für die nächste Zusammenkunft der wankelmütigen deutschen Nationalfußballer eine Zufriedenheitsgarantie gibt. Das ist ja nicht selbstverständlich angesichts ihres holprigen Wiedereintritts in die Erdatmosphäre nach dem galaktischen Höhenflug bei der Weltmeisterschaft. Am 10. November bekommen die WM-Helden im Berliner Schloss Bellevue vom Bundespräsidenten Joachim Gauck das Silberne Lorbeerblatt überreicht, und es ist nun halbwegs beruhigend zu wissen, dass sie dem Charaktertest bei der finalen sportlichen Überprüfung am Dienstagabend in Gelsenkirchen wenigstens formal Genüge tun konnten.“
  • FAZ: „Eine dünne Personaldecke, einfallslose lange Bälle und Schlampereien in letzter Minute: So gelingen der deutschen Elf derzeit nicht einmal glanzlose Siege. […] Emotional trennten beide Mannschaften nach dem Schlusspfiff Welten. Obwohl es unentschieden stand, fühlte sich die eine Partei als Sieger und die andere als Verlierer.“
  • Zeit: „Wiedergutmachung gescheitert: Nach dem 0:2 gegen Polen reicht es für die deutsche Nationalmannschaft auch gegen Irland nicht zu einem Sieg. […] Dem deutschen Offensivspiel fehlte danach lange Zeit das Tempo, die Klarheit und Inspiration. Vor allem über die linke Seite mit dem Schalker Julian Draxler gab es kaum mutige Vorstöße. Bellarabi versuchte es, zog jedoch auch zu viel in die Mitte, wo die Iren kompakt standen.“

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