Marco Reus beim FC Bayern wohl kein Thema

Der FC Bayern hat sich offenbar gegen eine Verpflichtung von Marco Reus entschieden. Der BVB-Star wird bereits seit geraumer Zeit mit einem Wechsel zum Ligarivalen in Verbindung gebracht, doch laut einem Medienbericht gibt es gleich mehrere Gründe, warum der Flügelflitzer beim Rekordmeister kein Thema ist.

Es gibt interessante Neuigkeiten im Monate währenden Transferpoker um Marco Reus. Wie die „Bild“ berichtet, hat Bayern München keine Absicht, den deutschen Nationalspieler im Sommer an die Isar zu lotsen. Spätestens mit dem Bekanntwerden, dass Reus Borussia Dortmund trotz laufenden Vertrages bis 2017 nach dieser Saison für eine festgeschriebene Ablösesumme in Höhe von 25 Millionen Euro verlassen kann, wurde der 25-Jährige immer wieder mit Bayern in Verbindung gebracht. Dort hätte Reus langfristig in die Fußstapfen von Franck Ribery treten können, doch diese Planspiele sind offenbar hinfällig.

Marco Reus © Michael Kranewitter

Marco Reus © Michael Kranewitter

Ist Reus Bayern München zu verletzungsanfällig?

Bereits vor ein paar Wochen soll Bayern-Trainer Pep Guardiola den Vereinsbossen mitgeteilt haben, dass er keine Verpflichtung von Marco Reus verpflichten wird. Auch wenn der spanische Erfolgstrainer den flinken Tempodribbler sehr schätzt. Doch warum kam es zu dieser gefühlten Kehrtwende? Hierfür gibt es gleich mehrere Gründe.

Zum einen ist Reus sehr verletzungsanfällig. Allein in der Hinrunde fiel der torgefährliche Offensivmann drei Mal verletzungsbedingt aus und brachte es lediglich auf sieben Bundesligaeinsätze. Sicher auch ein Grund, warum der BVB dermaßen abstürzte und auf einem Abstiegsplatz überwinterte. Auch die Weltmeisterschaft musste Reus aufgrund eines Außenbandrisses sausen lassen.

Zudem sorgte Reus mit seinem Führerschein-Skandal für negative Presse, der ihm zugleich einen Imageverlust einbrachte. Immerhin fuhr der gebürtige Dortmunder fast fünf Jahre lang ohne Fahrerlaubnis und war im Besitz eines gefälschten holländischen Führerscheins. Hierfür hat Reus ein Bußgeld von 540.000 Euro aufgebrummt bekommen. Auch das dürfte in München nicht sehr gut angekommen sein.

Bayern will nicht noch einen BVB-Star loseisen

Des Weiteren sind die Bayern gerade in der Offensive extrem stark und breit aufgestellt, so dass man trotz aller Qualitäten eines Marco Reus‘ nicht auf diesen Spieler angewiesen ist. Darüber hinaus wird auch das angespannte Verhältnis zum BVB ins Gewicht fallen, warum sich der amtierende Meister aus München gegen einen Reus-Transfer entscheidet. Schließlich hat man erst in den letzten zwei Jahren mit Mario Götze und Robert Lewandowski zwei Starspieler aus Dortmund losgeeist. Jetzt auch noch Reus und somit innerhalb von drei Jahren den dritten BVB-Leistungsträger unter Vertrag zu nehmen, würde keinesfalls zur Besänftigung der Beziehung beitragen. Zumal der FC Bayern immer betonte, dass man bei seinen Transfers in erster Linie die Mannschaft verbessern und nicht die direkte Konkurrenz schwächen will.

Real Madrid weiterhin Favorit auf Reus

Aber nur weil sich Bayern München aus dem Transferpoker verabschiedet, heißt das noch lange nicht, dass dieser den Schwarz-Gelben erhalten bleibt. Nach wie vor gibt es etliche Spitzenteams aus dem Ausland, die um den Flügelflitzer buhlen, wobei ohnehin Real Madrid als heißester Anwärter gehandelt wird. Nach dem Rückzug von Bayern dürfte sich die Ausgangslage der Königlichen weiter gesteigert haben, wobei man sich durchaus auch in Dortmund berechtigte Hoffnungen macht, dass Reus dem Verein treu bleibt.

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