Neven Subotic: BVB-Ass nie mehr für Serbien im Einsatz?

Allem Anschein nach möchte Borussia Dortmunds Innenverteidiger Neven Subotic wohl vorerst nicht mehr für die serbische Nationalmannschaft auflaufen. Dies hat der Nationaltrainer Serbiens Dick Advocaat bei der Bekanntgabe seines EM-Qualifikationskader für die anstehenden Partien gegen Armenien (11. Oktober) und Albanien (14. Oktober) überraschenderweise angedeutet.

„Dick Advocaat 2011 Russia“ von Новикова Юлия - http://www.soccer.ru/gallery/43398. Lizenziert unter Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 über Wikimedia Commons - http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Dick_Advocaat_2011_Russia.jpg#mediaviewer/File:Dick_Advocaat_2011_Russia.jpg

„Dick Advocaat 2011 Russia“ von Новикова Юлия – http://www.soccer.ru/gallery/43398. Lizenziert unter Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 über Wikimedia Commons

Beim Blick auf den serbischen Kader für die kommenden beiden Qualifikationsspiele fehlt der Name von Dortmunds Neven Subotic. Vermutungen nach wird der 25-jährige Innenverteidiger vorerst nicht mehr im Serbien Nationaltrikot auflaufen. „Ich habe das Gefühl, dass er nicht den Wunsch hat, für die Nationalmannschaft zu spielen“, erklärte Nationaltrainer Advocaat in Belgrad. Und auf die Frage, ob Subotic unter seiner Leitung nicht mehr für Serbien spielen werde, antwortet er ziemlich deutlich: „Ja, das kann man sagen.“ Das klingt alles andere als harmonisch und abgesprochen. Bislang war Subotic ein Eckpfeiler in der serbischen Verteidigung und warum ein Trainer auf ihn freiwillig verzichten würde, scheint kaum nachvollziehbar zu sein.

Kurze Nationalmannschaftskarriere von Subotic?

Mit Sicherheit wird Subotic erst einmal in den EM-Qualifikationsspielen am 11. Oktober in Armenien und drei Tage später vor eigenem Publikum gegen Albanien nicht zur Verfügung stehen. Ob es zu einem Streit zwischen dem Innenverteidiger und Nationaltrainer Advocaat kam, ist nicht bekannt. Doch bei einem so plötzlichen Rückzug aus dem Nationalteam wäre dies durchaus vorstellbar. Nach seinem verheilten Kreuzbandriss aus der letzten Saison war Subotic beim BVB schnell wieder zu einer festen Größe in der Innenverteidigung geworden und knüpfte mehr und mehr an seine alte Leistungsstärke an.

Geboren ist der 1,93 m große Verteidiger in der Stadt Banja Luka im Norden vom jetzigen Bosnien und Herzegowina. 1990 zog er mit seinen Eltern nach Deutschland, wo er die nächsten neun Jahre lebte, ehe die Eltern mit ihm in die USA zogen um der Abschiebung in sein Geburtsland zu entgehen. Für die U17-Auswahl der US absolvierte Subotic zehn Länderspiele, hinzu kommen noch zwei weitere Einsätze für die U20-Auswahl. 2006 kehrte er nach Deutschland zurück und unterschrieb beim FSV Mainz 05, wo er unter der Leitung seines jetzigen BVB-Trainers Jürgen Klopp zum Profi reifte. Nachdem er sich 2009 dazu entschieden hatte für Serbien zu spielen, gab er am 28. März 2009 beim 3:2-Sieg in der WM-Qualifikation gegen Rumänien sein Debüt in der serbischen Nationalmannschaft. Seitdem lief er insgesamt 36-mal für Serbien auf, ehe ein Kreuzbandriss 2013 seine Länderspielkarriere unterbrach.

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