Rafael van der Vaart: Hoffnung auf Elftal-Comeback und EM 2016

Beim HSV präsentiert sich Rafael van der Vaart seit ein paar Wochen in stark aufsteigender Form. Das lässt den Mittelfeldstrategen auch wieder von einem Comeback in der niederländischen Nationalmannschaft träumen, für die der 31-Jährige seit über einem Jahr kein Spiel mehr bestritten hat. Die Hoffnung ist nicht unbegründet, zumal die Elftal derzeit alles andere als überzeugend spielt und van der Vaart sich sicher ist, „noch einiges in der Nationalelf leisten“ zu können – gegebenenfalls auch auf seiner neuen Position.

Rafael van der Vaart hofft auf Comeback für Niederlande © Kathi Rudminat / Flickr

Rafael van der Vaart hofft auf Comeback für Niederlande © Kathi Rudminat / Flickr

Seit 14 Jahren ist Rafael van der Vaart als Profi im Fußballgeschäft dabei und geht die Mechanismen aus dem Effeff. Als er auf seine Zukunft beim Hamburger SV und der niederländischen Nationalmannschaft angesprochen wird, konnte er sich ein Lächeln nicht verkneifen und antwortete: „Vor zwei Monaten hat keiner gesagt, dass ich bleiben muss. Jetzt soll ich wieder bleiben. Ich mache meinen Job, dann werden wir sehen.“ Während seine Zukunft bei den Hamburgern ungewiss ist, hat er seine Nationalmannschaftskarriere und die EM 2016 in Frankreich keinesfalls abgehakt, sondern weiterhin fest im Visier.

Trendwende: Verlängert van der Vaart doch beim HSV?

Nur noch bis Ende der Saison 2014/15 läuft der Vertrag von van der Vaart beim HSV, doch Sorgen um seine Zukunft macht sich der Mittelfeldspieler nicht. Obwohl es noch vor Kurzem sah aussah, als würde die zweite Ära des Mittelfeldstrategen in Hamburg zu Ende gehen. Aber durch das Vertrauen von Trainer Joe Zinnbauer und die besser werdenden Leistungen bahnt sich eine Wende im Fall des Niederländers an. „Jetzt habe ich drei gute Spiele gemacht, und die Frage geht wieder in die Richtung, ob ich meinen Vertrag verlängere.“ Derzeit ist van der Vaart mit drei Treffern erfolgreichster Torschütze in Reihen des HSV, doch der Erfolg der Mannschaft ist ihm wichtiger als sein persönlicher. „Aber meine Zukunft ist jetzt nicht das Thema. Es geht erstmal nur darum, bis Weihnachten unten rauszukommen.“

Van der Vaart hofft auf Anruf von Hiddink

Mit HSV-Klubboss Dietmar Beiersdorfer hat van der Vaart ein offenes Verhältnis: „Wir stehen immer in Kontakt“, so der Routnier. „Aber im Moment reden wir nicht über meinen Vertrag, wir haben auch keinen Zeitpunkt verabredet.“ Der Niederländer möchte keinesfalls ab dem kommenden Sommer seine Karriere locker ausklingen lassen, sondern diese auf einem hohen Niveau fortsetzen. „Jeder spricht über mein Alter. Ich habe das Gefühl, dass ich immer fitter werde. Ich will so lange wie möglich spielen.“

Auch das Thema Nationalmannschaft hat der 109-fache Nationalspieler keinesfalls zu den Akten gelegt: „Ich bin immer noch heiß. So gut, wie ich jetzt drauf bin, kann ich noch einiges in der Nationalelf leisten.“ Auch wenn er zuletzt in der Elftal keine Rolle mehr spielte und sein letztes Länderspiel am 11. Oktober 2013 gegen Ungarn bestritt, hat er die Hoffnung auf eine weitere Berufung zur Nationalmannschaft durch Bondscoach Guus Hiddink nicht aufgegeben. „Ich habe immer gesagt, dass es mein Ziel bleibt, noch ein Turnier zu spielen. Wenn ich fit bin, kann ich auch meinem Land noch helfen. Ich hoffe, dass Guus Hiddink mich anruft.“

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Dank neuer Position Elftal-Comeback?

Mit der neuen Position auf der Doppelsechs stieg auch seine Formkurve wieder an, was van der Vaart die Tür für eine Rückkehr in der niederländischen Nationalmannschaft öffnen könnte. „Ich habe mehr Ballkontakte, kann das Spiel besser lenken.“ Auch die schlechten Leistungen des WM-Dritten könnten für eine Rückkehr des Routiniers sprechen, denn mit sechs Punkten aus vier Spielen liegt das Team der Niederlande nur auf Platz drei der EM-Qualifikationsgruppe A, wo man auf Island drei und Spitzenreiter Tschechien sogar schon sechs Punkte Rückstand hat.

Sollte Rafael van der Vaart also weiterhin so gut spielen, dürfte Hiddink im neuen Jahr eine Hamburger Nummer wählen und eine Einladung aussprechen.

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