Tops der EM-Qualifikation 2016: Slowakei, Island und die Zwerge

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Bevor es Mitte Juni mit der Qualifikation für die EM 2016 weiter geht, wollen wir an dieser Stelle die positiven Überraschungen der bisherigen Quali-Runde küren. Schließlich ist nach fünf absolvierten Spieltagen Qualifikations-Halbzeit – das schreit nach einem ersten Zwischenfazit. Dabei kommen vor allem die Slowakei, Island und einige Fußball-Zwerge sehr gut weg.

Bevor zwischen dem 12. bis 14. Juni 2015 der 6. Spieltag für die EM-Qualifikation über die Bühne geht, werden wir die größten Überraschungskandidaten präsentieren:

Platz 1.: Slowakei

Die Slowakei konnte sich bislang noch nie für eine Europameisterschaft qualifizieren, doch die EM 2016 in Frankreich wird mit großer Wahrscheinlichkeit mit den Osteuropäern stattfinden. Mit fünf Siegen aus fünf Spielen führt die Elf von Trainer Jan Kozak die EM-Qualigruppe C souverän vor dem Titelverteidiger Spanien (12 Punkte) an. Es folgt die Ukraine mit 9 Punkten auf dem 3. Rang. Die Slowakei weiß bislang mit einer extremen starken Defensive – nur zwei Gegentore – sowie einer überraschenden Abgebrühtheit zu überzeugen. Lediglich England konnte wie die Slowakei alle bisherigen fünf Spiele in der EM-Qualifikation gewinnen.

Das war angesichts von den beiden Gruppengegner Spanien und Ukraine alles andere als zu erwarten. Dabei hat die Mannschaft um Superstar Marek Hamsik (SSC Neapel) nicht nur die vermeintlichen leichten Spiele gegen Luxemburg oder Mazedonien erfolgreich gestaltet, sondern auch die direkte Konkurrenz wurde geschlagen: Gegen Spanien behielt die Slowakei vor heimischer Kulisse mit 2:1 die Oberhand, während man sich in der Ukraine mit 1:0 durchsetzte. Angesichts von sechs Punkten Vorsprung auf Platz 3 können die Slowaken, die es am 14. Juni mit Mazedonien zu tun bekommen, mit den Planungen für die EM 2016 langsam beginnen.

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Platz 2: Island

Der kleine Inselstaat mischt die Gruppe A gehörig auf. Denn Island hat sehr gute Karten, am Ende der Qualifikation auf dem 1. oder 2. Platz zu landen und sich somit direkt für die EURO 2016 zu qualifizieren – und das in einer Gruppe mit klangvollen Namen wie Niederlande und Türkei. Es wäre das erste Mal, dass die Inselkicker bei einem großen Turnier dabei wären.

Angeführt wird das Tableau von den bislang ungeschlagenen Tschechien (13), die ebenfalls zu den positiven Überraschungen der Qualifikation zu zählen sind. Doch mit nur einem Punkt Rückstand (12) folgt Island, die blitzsauberen Start erwischten und gleich die ersten drei Spiele gegen die Türkei, Lettland und sogar den WM-Dritten Niederlande gewinnen konnten und somit reichlich Selbstvertrauen für die weitere EM-Quali tanken konnten. Dabei ließ sich die Mannschaft des schwedischen Erfolgstrainer Lars Lagerbäck auch nicht von der knappen 2:1-Pleite am 4. Spieltag in Tschechien aus Ruhe bringen, sondern unterstrich im nächsten Match durch einen souveränen 3:0-Sieg auswärts in Kasachstan die Ambitionen auf ein EM-Ticket.

Aktuell hat Island, bei denen Oldie Eidur Gudjohnson (Bolton Wanderers), Gylfi Sigurdsson (Swansea City) sowie Kolbein Sightorsson (Ajax Amsterdam) die bekanntesten Spieler sind, fünf Punkte Vorsprung auf die Niederlande (7) und schon sieben Zähler mehr als der Gruppenvierte Türkei (5) auf dem Konto. Auch wenn Island noch vor zwei schweren Auswärtsspielen in der Türkei und Niederlande steht, ist es dem kleinen Inselstaat zuzutrauen, den Vorsprung bis ins Ziel zu retten und sich für die EM 2016 zu qualifizieren.

Platz 3: Die Fußball-Zwerge

Die Fußball-Zwerge von einst, haben sich enorm verbessert, wie einige Ergebnisse in der bisherigen EM-Qualifikation beweisen. Ein paar Beispiele gefällig? Faröer konnte sensationell auswärts in Griechenland, die immerhin 2004 den EM-Titel holten, mit 1:0 gewinnen, während das vermeintliche Kanonenfutter San Marino gegen Estland unentschieden spielte und seit einer gefühlten Ewigkeit nicht mehr verlor. Auch das Fußball-Leichtgewicht Liechtenstein mauserte sich zum Stolperstein und konnte Montenegro ein 0:0 abringen.

Darüber hinaus konnte sich der kleine Inselstaat Malta über einen Achtungserfolg freuen, als man 1:1 gegen Bulgarien spielte. Selbst der deutschen Gruppengegner Gibraltar konnte für ein wenig Furore sorgen, als man bei der 1:6-Pleite gegen Schottland das erste Pflichtspiel-Tor der noch so jungen Verbandsgeschichte verbuchen konnte. Ansonsten ist Gibraltar mit 27 Gegentoren die Schießbude der EM-Qualifikation.

Natürlich wird sich am Ende keiner der genannten Fußball-Zwerge für die EM 2016 in Frankreich qualifizieren, aber die Ergebnisse zeigen, dass man die kleinen Fußball-Nationen nicht mehr auf die leichte Schulter nehmen sollte. Definitiv eine positive Entwicklung und somit Platz 3 der bisherigen Tops der laufenden EM-Qualifikation.

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