Deutschland – Irland: Vorbericht, Aufstellung, live im TV

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Mit einer unerwarteten Niederlage gegen Polen kehrte der Weltmeister aus Warschau zurück und steht heute Abend am 3. Spieltag in der EM-Qualifikation gegen Irland schon etwas unter Zugzwang. Trotz der Niederlage und dem krankheitsbedingten Ausfall von Christoph Kramer und Andre Schürrle plant Bundestrainer Joachim Löw nicht mit großen Umstellungen. Deutschland Irland gibt es natürlich live im TV zu sehen. Los geht’s um 20.45 Uhr.

Nach der 0:2-Pleite gegen Polen, in einem Spiel in der die deutsche Elf die Partie eigentlich kontrollierte und sich etliche Chancen erspielt hatte, soll nun Schluss mit ineffektiver Schönspielerei sein und notfalls auch mit einem „dreckigen“ Sieg über Irland der nächste Schritt in Richtung EURO 2016 in Frankreich gemacht werden. Teammanager Olivier Bierhoff wählte ungewohnt harsche Worte vor dem Duell gegen den Tabellenzweiten aus Irland: „Wir müssen dem Gegner einfach weh tun und ihn ein bisschen humorlos direkt bestrafen. Dann kann man auch wieder zaubern.“

Deutschland – Irland: Nach Kramer fällt auch Schürrle aus

Aller Voraussicht nach wird in Gelsenkirchen die weitgehend selbe Elf auflaufen wie schon gegen Polen. Auch der Leverkusener Karim Bellarabi wird nach seinem überzeugenden DFB-Debüt wieder von Beginn an mit von der Partie sein. Dennoch mus Löw mindestens zwei Umstellungen vornehmen. Denn nachdem bereits am Montag der Gladbacher Christoph Kramer wegen einer Grippe die Heimreise antrat, wurde nun Andre Schürrle von einem grippalen Infekt heimgesucht, der einen Einsatz unmöglich macht. Aller Voraussicht nach wird Julian Draxler für Schürrle in die Anfangsformation rutschen und den linken Flügel bekleiden. Mit Lukas Podolski hat Podolski noch einen weiteren Flügelspieler in der Hinterhand.

Draxler auch eine Offensiv-Alternative fürs Zentrum

Und wer wird für Kramer in die Startelf rutschen? Da man seitens des DFB von stark defensiv eingestellten Iren ausgeht, könnte ein offensiverer Spielertyp als Kramer zum Einsatz kommen. So könnte die deutsche Nationalmannschaft noch größerer Druck und vor allem mehr Zielstrebigkeit im Spiel nach vorn erzeugen. Somit wäre Draxler auch ein Kandidat für die zentrale Position und Podolski könnte dann auf links zum Einsatz kommen. So oder so darf mit Draxler in der Startelf gerechnet werden. Für den Schalker sicher etwas ganz besonderes, da es für ihn ein Heimspiel in Gelsenkirchen wäre: „Wir sehen uns in der Pflicht, dass wir das Ruder herumreißen und wieder nahe an den Status der Unschlagbarkeit herankommen“, erklärte Draxler angriffslustig vor der Partie gegen Irland. Als defensivere Optionen würden laut Löw Sebastian Rudy oder Matthias Ginter als Kramer-Ersatz bereitstehen.

Groß variieren kann Löw aber nicht mehr, da jetzt nur noch vier Feldspieler auf der Ersatzbank sitzen.

Löw vertraut weiter auf Durm und Rüdiger

Auch wenn es seit dem Gewinn der Weltmeisterschaft schon zwei Niederlagen in drei Spielen (2:4 Argentinien, 0:2 Polen) gab und es besonders auf den Außenbahnen große Besetzungsprobleme gibt, will Löw nichts von alledem hören. Er betonte stets dass er auch zukünftig auf die defensiven Außenverteidiger Erik Durm und Antonio Rüdiger setzen werde. Auch einem angeblichen Stürmer-Problem, was besonders nach den vielen ausgelassenen Torchancen gegen Polen wieder ein Thema war, entgegnete der Bundestrainer: „Wer behaupte, der DFB habe keine Goalgetter mehr, vergesse, dass wir in der Qualifikation und bei den Turnieren regelmäßig die meisten Tore schießen.“

Auch für den einstigen Weltklassestürmer Bierhoff sei das Problem nicht in der mangelnden Klasse der Stürmer zu finden, sondern sei für ihn „reine Kopfsache. Das ist etwas, das mit Mentalität zu tun hat.“

Neuer: „Wir holen die Punkte“ – Schalker-Rasen soll helfen

Auch die deutschen Nationalspieler waren mit dem Ergebnis gegen Polen nicht zufrieden: „Die Stimmung war schonmal besser“, erklärte Keeper Manuel Neuer. Doch von Unruhe wollte keiner sprechen. Vielmehr sehe sich das Team nun in der Pflicht, mit einem Sieg gegen Irland die Verhältnisse wieder gerade zu rücken. „Wenn wir wieder so viele Chancen herausspielen, werden wir diesmal auch unsere Tore machen. Wir holen die Punkte“, ist sich Neuer sicher. Auch der Rasen könnte dabei eine Rolle spielen, denn der ist in Gelsenkirchen ganz auf die Bedürfnisse des DFB zugeschnitten. „Da haben wir die Hand drauf, der wird kurz gemacht“, erklärte Bierhoff. In Warschau hatte der DFB vergeblich gegen die langen und „stumpfen“ Grashalme im Nationalstadion protestiert.

Deutschland – Irland: Löw rechnet mit irischer Polen-Kopie

Durch den kurzen Rasen sollen noch schnellere Kombinationen möglich sein und zum Vorteil des deutschen Tempofußballs werden. Denn im Gegensatz zum deutschen Team werden die Iren versuchen, das Tempo aus dem Spiel zu nehmen, und sich dabei stark an die Spielweise der Polen orientieren. Auch sie werden ihr Heil in der Defensive suchen und kompakt vor dem eigenen Tor auf Kontersituationen lauern, ist man sich zumindest im DFB-Lager sicher. „Wir wissen, dass wir in höchstem Tempo kombinieren müssen. Dann sind wir ihnen mit unserer technischen Qualität überlegen“, so Bierhoff über die taktische Ausrichtung. Man darf gespannt sein, ob die Mannschaft das auch umsetzen vermag.

Voraussichtliche Aufstellung:
Deutschland: Neuer – Rüdiger, J. Boateng, Hummels, Durm – Rudy, T. Kroos – Bellarabi, M. Götze, Draxler – T. Müller

Irland: Forde – Meyler, O’Shea, M. Wilson, S. Ward – McGeady, Whelan, Quinn, McClean – Walters – Keane

Deutschland – Irland live im TV

Wie alle EM-Qualifikationsspiel wird auch das Spiel gegen Irland live von RTL übertragen werden. Ab 20.15 Uhr werden uns Moderator Florian König und der ehemalige Nationaltorwart Jens Lehmann auf die Begegnung Deutschland Irland live einstimmen. Pünktlich zum Anstoß um 20.45 Uhr übernimmt dann Marco Hagemann, der die Partie kommentieren wird.

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